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Konzeptfahrzeug · 2016

ACL2: der 570 PS starke Leichtbau-M235i

Der AC Schnitzer ACL2 verband den BMW M235i mit getunter M4-Technik und konsequentem Leichtbau, aufgebaut als Konzeptfahrzeug und Technologieträger.

Verkaufen wollte AC Schnitzer den ACL2 nie. Das Konzeptfahrzeug entstand als Technologieträger für die eigene Produktentwicklung, Basis war der BMW M235i. Statt eines M trug das Auto die Buchstaben AC im Namen, eine Kombination, die motorsportbegeisterte BMW-Fahrer seit fast 30 Jahren mit Fahrzeugtechnik jenseits der M-Serie verbinden.

Herzstück war ein Motortausch. Der Serienmotor wich einem M4-Triebwerk mit AC Schnitzer Leistungssteigerung, das 570 PS auf die Straße brachte. Eine Steuergeräteprogrammierung hob die Vmax-Begrenzung auf, die Serienachsen wurden durch M4-Technik ersetzt, und ein Hinterachs-Sperrdifferential mit 25 bis 95 Prozent Sperrwirkung erlaubte auch sehr zügige Kurvenfahrten.

Das L im Namen stand für Leichtbau. Unter dem Motto „Weniger ist mehr“ setzten die Aachener Ingenieure unter anderem auf einen Carbon-Ansaugtrakt und eine Leichtbau-Batterie. Mit 2,59 Kilo pro PS stellte der ACL2 Fahrzeuge wie den Ferrari 458 Italia oder den Porsche 911 GT3 RS in den Schatten. Von 0 auf 100 km/h ging es in 3,9 Sekunden, Schluss war erst bei 330 km/h.

Ebenso kompromisslos war die Karosserie. Kotflügelverbreiterungen mit Luftauslässen machten das Auto 140 mm breiter, dazu kam Carbon an vielen Stellen: Frontspoiler-Elemente, Frontsplitter, Front Side Wings, Motorhaube mit Bonnet Vents, Heckdiffusor und ein „Racing“ Heckflügel mit Gurney-Abrisskante. Die Sonderlackierung in Classic Racing Green und Leichtbau-Schmiedefelgen AC1 BiColor mit 20 Zoll Michelin-Bereifung rundeten den Auftritt ab.

Innen ersetzte ein kompletter Fondumbau die Rücksitze. Carbon-Rennschalensitze in schwarz-grünem Nappaleder, schwarzes Wildleder mit grünen Steppnähten und Interieurleisten in mattem Classic Racing Green setzten die Linie fort. Das einstellbare Clubsportfahrwerk wurde auf der Nürburgring Nordschleife und auf öffentlichen Straßen erprobt. Auto Bild sportscars urteilte 2017, hinter dem ACL2 stecke „weit mehr als ein reiner Performance-Berserker“.

Die wichtigsten Fakten

  • 570 PS M4-Triebwerk mit Leistungssteigerung
  • 0 auf 100 km/h in 3,9 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit 330 km/h
  • 2,59 kg pro PS
  • Karosserie 140 mm breiter
  • Technologieträger, nie verkauft

Galerie

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